Drittmittelprojekte

 


  • DFG Projekt: Crowdsourcing als Arbeitsorganisation
    Die Direktoren des IAAEU, Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter und Prof. Dr. Laszlo Goerke, sowie Prof. Dr. Lars Hornuf haben im August 2017 die Bewilligung für ein Drittelprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Das Vorhaben beschäftigt sich mit Crowdsourcing als neuer Form der Arbeitsorganisation und untersucht Regulierungsanforderungen und Wohlfahrtseffekte. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und die Fördersumme beträgt rund €460.000. Mit diesen Mitteln werden vor allem drei wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen finanziert, die ökonomische und juristische Aspekte des Crowdworking untersuchen werden. Der ökonomische Teil des Forschungsvorhabens wird vor allem von Herrn Professor Lars Hornuf betreut, der zum 01.10.2017 auf eine Professur an die Universität Bremen gewechselt ist.

    Ansprechpartner
    Dr. Thomas Klein
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    0651/201-4746

 


  • Europadatenbank
    In der juristischen Abteilung des IAAEU wird seit ca. 1997 ein Fundstellenverzeichnis von Aufsatzliteratur und Gerichtsentscheidungen zum europäischen Arbeitsrecht geführt. Diese Sammlung hat das große Ziel, mit Hilfe einer umfassenden Auswertung des in- und ausländischen Schrifttums, insbesondere der am Institut geführten Zeitschriften, kontinuierlich zu dokumentieren, welche Reaktionen die arbeitsrechtlichen EuGH-Entscheidungen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten hervorrufen. Aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen wird den Entscheidungen auch unterschiedliche Bedeutung beigemessen. Weiter werden nationale Entscheidungen mit Bezug zum Europäischen Arbeitsrecht sowie die entsprechende arbeitsrechtliche Aufsatzliteratur erfasst. Als Grundlage der Auswertung dienen die in der Bibliothek kontinuierlich geführten in– und ausländischen Periodika. Das seitdem entstandene Fundstellenverzeichnis ist ein wichtiges Informationssystem der rechtsvergleichenden Forschung.Bisher konnte diese Datenbank von Wissenschaftlern aber nur lokal während ihrer Forschungsaufenthalte in den Räumlichkeiten unserer Bibliothek genutzt werden. Um externen Forschern als Serviceleistung bei der Literaturrecherche zur Verfügung zu stehen, sollen die Daten aufbereitet und das bereits bestehende Datenmaterial in eine internetfähige Datenbank migriert werden. Zur Migration des Altdatenbestandes hat die DFG seit Mai 2011 eine finanzielle Förderung über einen Zeitraum von 30 Monaten bewilligt. Die neue Datenbank ist unter http://europadatenbank.iaaeu.de zu erreichen und unterstützt eine Recherche in Deutsch, Englisch und Französisch.

 

  Ansprechpartner

  Ref. jur. Anna Donner

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  Telefon: 0651 / 201 - 4758

 


  • Arbeiten jenseits der Regelaltersgrenze
    Zur Anpassung der Arbeitsbedingungen an die Anforderungen des demographischen Wandels gehört auch die Frage nach einer Korrektur starrer Regelaltersgrenzen. Obwohl ein substantieller Anteil der Beschäftigten (spätestens) mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Arbeitsprozess ausscheiden möchte, ist eine zunehmende Tendenz zu beobachten, länger berufstätig zu bleiben. Einige Beschäftigte streben damit nach Verwirklichung ihrer Berufsfreiheit, andere sehen sich aus wirtschaftlichen Gründen dazu veranlasst. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa im Arbeitszeitrecht, Kündigungsrecht oder Befristungsrecht, sind derzeit allerdings auf die "Rentnerbeschäftigung" nicht ausreichend eingestellt, Unternehmen, die an sich Interesse an der zeitweiligen Beschäftigung eingearbeiteter älterer Mitarbeiter auch über die Regelaltersgrenze hinaus haben könnten, befürchten wegen fehlender Rechtssicherheit Probleme. Daher soll rechtsvergleichend mit den aus den nordischen Ländern bereits bekannten Erfolgen untersucht werden, ob Regelungen speziell für die Beschäftigung von Rentenberechtigten geschaffen werden sollten und ggf. mit welchem Inhalt.
    Ein wichtiger Aspekt für die Option, in höherem Lebensalter noch berufstätig zu bleiben, ist weiterhin das Diskriminierungsrecht. Die Zahl der Entscheidungen auf europäischer und nationaler Ebene zum Thema "Altersdiskriminierung" ist hoch, eine belastbare dogmatische Generallinie ist daraus aber immer noch nicht erwachsen. Umso wichtiger ist eine Bestandsaufnahme, die die Entwicklungslinie in den Rechtsordnungen der Mitgliedstaaten transparent macht. Im laufenden Jahr konnten die Ergebnisse zur finnischen Rechtslage dargestellt und veröffentlicht werden. Die Ergebnisse zum schwedischen Recht folgen. Zudem haben mehrere Projektbeteiligte Vorträge zum Thema gehalten. Unterstützt wird dieses Projekt von der Arbeitsgruppe "Elder Law" an der Universität Lund, sowie von Prof. Niklas Bruun, Universität Helsinki. Ein Finanzierungsantrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft wurde bewilligt für eine Dauer von 24 Monaten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat 2014 eine Finanzierung dieses Projekts für die Dauer von 24 Monaten bewilligt.

 

          Ansprechpartner

  Ref. jur. Maike Weber

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  Telefon: 0651 / 201 - 4185

 

  • Arbeitskampf in der Daseinsvorsorge
    Der Start des rechtsvergleichenden Projekts zum Thema "Arbeitskampf in der Daseinsvorsorge" hat sich wegen organisatorischer Schwierigkeiten des Förderers, der "German Israeli Foundation", verzögert. Das Konzept des Antrags sieht Workshops aller beteiligter Wissenschaftler einschließlich nationaler Berichterstatter vor, die mit dem Förderer näher abgestimmt werden mussten. Kooperationspartner ist Professor Mordehai Mironi von der Universität Haifa. Im Projekt geht es darum, mit internationaler Beteiligung verschiedene Möglichkeiten darzustellen, wie ein Ausgleich zwischen den Interessen der Unternehmen, denen der "Allgemeinheit" und dem Arbeitskampfrecht der Beschäftigten praktisch umgesetzt wird. Auf der Grundlage internationaler Garantien des Arbeitskampfs als Menschenrecht (ILO, UN, Europarat) sollen die Konfliktlagen in verschiedenen Ländern dargestellt, eine Abgrenzung der Unternehmen der "Daseinsvorsorge" in allen beteiligten Ländern vorgenommen und dort praktizierte Möglichkeiten zur Begrenzung von Streikaktivitäten klassifiziert werden. Ziel ist es, tatsächlich angewendete Schranken und die für ihre Wirkung jeweils maßgeblichen Rechtsbedingungen so aufzubereiten, dass Länder, die über eine Regulierung diskutieren wollen, das rechtsvergleichende Material zur Verfügung haben.

 

         Ansprechpartner

         Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter

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 Telefon: 0651 / 201 - 4751