Neuigkeiten am IAAEU

 

 

Ankündigungen


  • Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation
    Das IAAEU lädt herzlich zum ersten Projekt-Workshop des interdisziplinären Forschungsprojekts "Crowdsourcing als neue Form der Arbeitsorganisation" in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein. Der Workshop findet am 12.07.2018 ab 9 Uhr (s.t.) im Max-Weber Raum des IAAEU statt. Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

  • Ökonomisches Kolloquium
    Wir freuen uns am 10.07.2018 Dr. Surendranath Rakesh Jory von der Universität Southampton  als Vortragenden im Rahmen des Ökonomischen Kolloquiums am IAAEU begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Preise, Auszeichnungen & Aktuelle Meldungen

 


  • Gedenksymposium zu Ehren von Professor Dr. Dres. h.c. Franz Gamillscheg

    Am Freitag, den 29. Juni 2018 fand das Gedenksymposium zu Ehren des verstorbenen Prof. Dr. Dres. h.c. Franz Gamillscheg in der Paulinerkirche in Göttingen statt. Prof. Gamillscheg prägte die Arbeitsrechtswissenschaft über mehr als ein halbes Jahrhundert und genoss als Vordenker des Internationalen Arbeitsrechts in Deutschland hohes internationales Ansehen. Er war Mitglied der Arbeitsgesetzbuchkommission, Vorstandsmitglied und später Ehrenmitglied des Deutschen Arbeitsgerichtsverbandes sowie Präsident und Ehrenpräsident der Internationalen Gesellschaft für das Recht der Arbeit und der Sozialen Sicherheit. Daneben war er Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er erhielt Ehrendoktorwürden der Universitäten Uppsala und Madrid und war Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes. Das Gedenksymposium wurde von dem Institut für Arbeitsrecht der Georg-August- Universität Göttingen und der Verein zur Förderung der Arbeitsrechtsvergleichung und des Internationalen Arbeitsrecht nehmen ausgerichtet. Als ehemalige Schülerin, Doktorandin und Habilitandin von Prof. Gamillscheg war Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schlachter als Gastrednerin des Gedenksymposiums geladen und referierte über das Thema "Streiks in der Daseinsvorsorge – Zum Ertrag der Rechtsvergleichung im kollektiven Arbeitsrecht".

 

2018 Göttingen hp

"Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Schlachter als Rednerin bei dem Gedenksymposium"


  • Andrzej-Semkow-Preis für Jonas Feld

    Am 30. Mai 2018 wurde Herrn Jonas Feld der Andrzej-Semkow-Preis 2017 verliehen. Den Preis vergibt die ökonomische Fakultät der Universität Warschau alljährlich für die beste Masterarbeit unter den Absolventen des Jahrgangs. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Fakultät. Mit dem Preis wurde die Abschlussarbeit von Herrn Feld gewürdigt, in welcher er sich mit dem Einfluss von Institutionen und Regulierungen nationaler Arbeitsmärkte auf die Migration von Arbeitskräften innerhalb der EU beschäftigte. Betreut wurde die Arbeit im Rahmen eines sog. "Doppelmasters" von Herrn Dr. hab. Bartłomiej Rokicki an der Universität Warschau sowie von Herrn Prof. Dr. Laszlo Goerke an der Universität Trier. "Ich freue mich natürlich sehr über diese Auszeichnung", berichtete Jonas Feld nach Verkündung des Preises. Nach seinem Abschluss im Herbst 2017 hat Herr Feld eine Beschäftigung am IAAEU aufgenommen. Im Rahmen seiner Promotion vertieft er hier derzeit seine Kenntnisse im Bereich Arbeitskräftemigration weiter.


  • Dürfen Arbeitnehmer und Gewerkschaften auf dem Betriebsgelände streiken?

    Demonstrierende Arbeitnehmer mit Fahnen und Plakaten vor einem Werktor – Bilder, die viele mit einem Streik assoziieren. Aber dürfen Gewerkschaften und Arbeitnehmer das Betriebsgelände des Arbeitgebers zu diesem Zweck überhaupt nutzen oder kann der Arbeitgeber unter Berufung auf sein Hausrecht die Nutzung untersagen? Mit dieser Frage befasst sich eine aktuelle Studie von Dr. Thomas Klein, die in der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift Arbeit und Recht (S. 216 ff.) veröffentlicht wurde. Klein gelangt zu dem Ergebnis, dass das Hausrecht des Arbeitgebers hinter das Streikrecht der Gewerkschaft zurücktreten muss, wenn die Nutzung des Betriebsgeländes für die Kommunikation mit den Arbeitnehmern erforderlich ist und die Interessen des Arbeitgebers nicht unangemessen beeinträchtigt werden. Davon sei etwa auszugehen, wenn es sich um ein weitläufiges Betriebsgelände handelt und eine Kommunikation mit den Arbeitnehmern an der Einfahrt zum Gelände nicht möglich ist. Die Streikposten der Gewerkschaft dürften die Arbeitnehmer dann beispielsweise auf dem Betriebsparkplatz ansprechen und über den Streik und die Streikziele informieren. Vor dem Hintergrund aktuell anhängiger Revisionen beim Bundesarbeitsgericht, die Streikmaßnahmen von ver.di auf dem Betriebsgelände von Amazon betreffen, hat die Untersuchung eine hohe praktische Relevanz.


  • Studie zu den geplanten Änderungen auf dem Gebiet des Befristungsrechts

    Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode sieht auf dem Gebiet des Arbeitsrechts unter anderem eine Reform des Befristungsrechts vor. Sachgrundlose Befristungen sollen künftig auf 18 Monate beschränkt werden. Innerhalb dieser zulässigen Gesamtdauer sollen sie lediglich einmal verlängert werden können. Zudem ist eine Höchstquote von 2,5% für sachgrundlose Befristungen vorgesehen, die für Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten gelten soll. Auf diese Weise soll die sachgrundlose Befristung wieder zur Ausnahme werden. Für die Befristung mit Sachgrund haben sich die Koalitionsparteien auf eine neue Beschränkung verständigt, um "endlose Kettenbefristungen" zu verhindern. Demnach soll eine Befristung nicht mehr zulässig sein, wenn zuvor bereits für die Dauer von mehr als fünf Jahren ein unbefristetes oder befristetes Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer bestanden hat. Dr. Thomas Klein, wissenschaftlicher Mitarbeiter der juristischen Arbeitsgruppe des IAAEU, hat die geplanten Änderungen des Befristungsrechts auf ihre Vereinbarkeit mit Verfassungs- und Europarecht untersucht. Er kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere der im Koalitionsvertrag für die geplante Höchstquote von 2,5% vorgesehene Schwellenwert von 75 Beschäftigten auf durchgreifende verfassungsrechtliche Bedenken stößt. Zudem sei vor allem die geplante Beschränkung der Sachgrundbefristung nicht geeignet, lange Befristungsketten tatsächlich deutlich zu verkürzen. Ausgehend von den Ergebnissen seiner Untersuchung schlägt Herr Klein verschiedene Nachbesserungen vor, die er in einem Gesetzgebungsvorschlag für die anstehende Reform zusammenfasst. Die Studie wurde in Heft 17 der Fachzeitschrift "Der Betrieb" (S. 1018-1028) als erste ausführliche Untersuchung der Reformpläne der großen Koalition auf dem Gebiet des Befristungsrechts veröffentlicht.


  • Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Völkerrechtliche Verbindlichkeit der Spruchpraxis der ILO-Überwachungsausschüsse

    Am 23.04.2018 durfte das IAAEU Hendric Stolzenberg LL.M. Eur., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, am Institut zu einem Vortrag willkommen heißen. Er referierte zu dem Thema "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Völkerrechtliche Verbindlichkeit der Spruchpraxis der ILO-Überwachungsausschüsse." Die Veranstaltung endete mit einer Diskussion der rund 20 TeilnehmerInnen.

 

20FF663A A3B8 4AFB B09A 85819C6217B0

Referent Hendric Stolzenberg vor den TeilnehmerInnen

 


  • Workshop on Labour Economics 2018 am IAAEU

    Am 13. und 14. April 2018 fand bereits zum zehnten Mal der Workshop on Labour Economics der ökonomischen Arbeitsgruppe am IAAEU statt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die bereits hohe Anzahl an Einreichungen nochmals übertroffen werden, insg.gab es fast 80 Aufsatzeinreichungen, die Bewerberinnen und Bewerber auf der Konferenz präsentieren wollten – ein klarer Indikator für die zunehmende Bekanntheit und Relevanz der Konferenz unter Arbeitsmarktökonomen in Deutschland und Europa. Unter allen Einreichungen wurden rund 35 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa und China ausgewählt, um in den zahlreichen Parallel- und Poster-Sessions ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu präsentieren. Inhaltlich beschäftigten sich die Einreichungen vor allem mit der optimalen Ausgestaltung von Arbeitsmarktinstitutionen, beispielsweise wie strikt der Kündigungsschutz sein sollte, oder auch wie eine optimale Arbeitslosenversicherung aussieht. Max Friese von der Universität Rostock widmete sich etwa der Frage, ob eine Arbeitslosenversicherung nicht effizienter und günstiger ist, wenn sie ihr Risiko über geographisch große Räume verteilt – in die Praxis übersetzt also, ob beispielsweise eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung aller EU-Staaten sinnvoll ist. Politisch hochaktuell ist auch der Forschungsgegenstand von Mario Bossler und Duncan Roth – beide vom IAB in Nürnberg – sowie von Karsten Staehr von der Universität Tallinn; alle drei Autoren untersuchten auf unterschiedliche Art und Weise die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen. So scheinen moderate Veränderungen in der Höhe eines Mindestlohns vernachlässigbare Effekte auf die Beschäftigung zu haben, gleichzeitig vermögen Mindestlöhne aber effektiv Lohnungleichheit entgegenzuwirken. Der Workshop zeichnete sich auch dieses Jahr wieder durch die spezielle Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus: Etwa die Hälfte der eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befindet sich derzeit in der Promotion, und ist damit in besonderer Weise auf fachliche Hinweise und Rückmeldungen aus dem Kreise der etablierten Forscher angewiesen. An dieser Stelle knüpft der Workshop jedes Jahr an, und stellt jedem Nachwuchswissenschaftler einen Mentor aus dem Kreis der anwesenden etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Seite. Im Anschluss an die eigene Präsentation wird die Forschung durch diesen Mentor gezielt kritisch diskutiert und hinterfragt, aber auch gewürdigt. "So viele neue Anregungen für meine eigene Forschung habe ich bislang nur auf wenigen Konferenzen bekommen", freute sich beispielsweise der Promotionsstudent Max Friese von der Universität Rostock, bei dem der Beitrag seines Diskutanten zu einer lebhaften Diskussion mit den anderen Zuhörern des Vortrags führte. Den diesjährigen IAAEU Best Paper Award erhielt Laura Khoury, Doktorandin von der Paris School of Economics. In ihrem Arbeitspapier mit dem Titel "Unemployment Benefits and the Timing of Dismissals: Evidence from Bunching at a Notch in France" zeigt sie, dass es für bestimmte Arbeitskräfte und Firmen in Frankreich sinnvoll sein kann, wenn Beschäftigte sich vorübergehend arbeitslos melden und Arbeitslosenunterstützung beziehen. Insbesondere bestimmten Gruppen Hochqualifizierter bietet sich dieser Anreiz. Dem Ziel der französischen Arbeitslosenversicherung, vorrangig Niedrigqualifizierte übergangsweise zu finanzieren und eine schnelle Rückkehr in den Beruf zu ermöglichen, läuft das System somit entgegen und bedarf einer entsprechenden Reform. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des diesjährigen Workshops und freuen uns auf einen weiteren Austausch und besonders auf ein Wiedersehen auf dem Workshop on Labour Economics 2019 im kommenden Jahr in Trier.

 

fghh

Impressionen des Workshops

 


  • Prohibition on the Use of Temporary Workers as Strike Replacements

    Zum 01.04.2017 trat das im Zuge der AÜG-Reform in § 11 Abs. 5 AÜG n.F. neu eingefügte Verbot des Einsatzes von Leiharbeitnehmern als Streikbrecher in Kraft. Dr. Thomas Klein (IAAEU) und Dominik Leist (Universität Trier) haben sich in ihrem Forschungsprojekt eingehend mit den verfassungs-, völker- und europarechtlichen Implikationen der Neuregelung befasst und kommen entgegen zahlreicher Literaturstimmen zu dem Ergebnis, dass diesbezüglich keine Einwände gegen die Regelung bestehen. Hierzu haben sie bereits 2017 mehrere Beiträge in der deutschsprachigen Fachliteratur veröffentlicht.

    Diese Veröffentlichungen wurden nun um einen englischsprachigen Dispatch auf der Homepage des Comparative Labor Law & Policy Journals ergänzt, um die Ergebnisse auch Juristen im nicht deutschsprachigen Ausland zugänglich zu machen. Der Beitrag ist unter folgendem Link abrufbar.


  • Hugo-Sinzheimer-Preis 2017 für Dr. Thomas Klein

    Am 22. März 2018 wurde Herrn Dr. Thomas Klein der Hugo-Sinzheimer-Preis 2017 verliehen. Der dem Rechtswissenschaftler Hugo Sinzheimer gewidmete Preis wird jährlich vom Hugo-Sinzheimer-Institut für Arbeitsrecht (HSI) in Frankfurt am Main für herausragende arbeitsrechtliche, an einer deutschsprachigen Universität abgeschlossene Dissertationen vergeben. Die Auswahl des Preisträgers erfolgte durch eine Jury, der Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Preis (Universität zu Köln), Prof. Dr. Marlene Schmidt (Leitung Hugo Sinzheimer Institut) und Prof. Dr. Bernd Waas (Goethe-Universität Frankfurt am Main) angehörten. Mit dem Preis wurde die Dissertation von Dr. Thomas Klein zu dem Thema "Das Kollektivvertrags- und Streikrecht für Beamte in privatisierten Unternehmen am Beispiel der Postnachfolgeunternehmen" ausgezeichnet, die in der Zeit von 2013 bis 2016 unter der Betreuung von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter entstanden war und 2017 im Nomos-Verlag veröffentlicht wurde. Prof. Dr. Jens Schubert (Leuphana Universität Lüneburg) würdigte in seiner Laudatio die herausragende wissenschaftliche Leistung der Arbeit, die einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um das Beamtenstreikrecht leiste. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der jährlich stattfindenden Sinzheimer-Vorlesung in der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

 

K1600 TK HSI Preis

v.l.n.r.: Prof. Dr. Antoine T.J.M. Jacobs (Tilburg University), Dr. Johannes Heuschmid (HSI), Dr. Thomas Klein, Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter, Dr. Daniel Hlava (HSI), Prof. Dr. Jens Schubert (Leuphana Universität Lüneburg)

 


  • Exkursion zum EuGH in Luxemburg

    Am 27. Februar 2018 veranstalteten der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht von Prof. Dr. Alexander Proelß, der Lehrstuhl für deutsches und ausländisches Öffentliches Recht, Staatskirchenrecht und Völkerrecht von Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg, M.A. und die juristische Arbeitsgruppe des IAAEU von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter eine Exkursion zum Europäischen Gerichtshof in Luxembourg. Der Lehrausflug richtete sich an die Studierenden und Doktoranden der juristischen Fakultät der Universität Trier. Im Vordergrund des Besuchs am EuGH stand die Teilnahme an der mündlichen Verhandlung in der Rechtssache "IR" (C-468/17). Hierbei wurde die Auslegung der Antidiskriminierungsrichtlinie RL 2000/78/EG in Bezug auf die deutsche Regelung des § 9 AGG, welcher es den Religionsgemeinschaften in Deutschland erlaubt nach ihrem eigenen Selbstverständnis Ungleichbehandlungen in Beschäftigung/Beruf aufgrund der Religion beziehungsweise der Weltanschauung zuzulassen, thematisiert. Das Verfahren wurde dem EuGH vom deutschen Bundesarbeitsgericht zur Vorabentscheidung vorgelegt. Zur Vorbereitung auf die mündliche Verhandlung fand eine Einführung zu den einschlägigen arbeitsrechtlichen, verfassungsrechtlichen, völkerrechtlichen und europarechtlichen Aspekten durch Dr. Thomas Klein und Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg, M.A. am Vortrag der Gerichtsverhandlung in der Universität Trier statt.

 

K800 EuGH Exkursion Teilnehmer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion im EuGH

 

 


  • Der sozialrechtliche Beschäftigungsbegriff in der digitalen Arbeitswelt

    Am 05.02.2018 durfte das IAAEU Dr. Christian Mecke, Richter am Bundessozialgericht, am Institut zu einem Vortrag willkommen heißen. Er referierte zu dem Thema "Der sozialrechtliche Beschäftigungsbegriff in der digitalen Arbeitswelt". Die Veranstaltung endete mit einer Diskussion der TeilnehmerInnen.


  • Die gesundheitliche Eignung als Zugangsvoraussetzung zum Beamtenverhältnis auf Lebenszeit?
    Am 14. Dezember 2017 legte Anna Donner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAAEU, erfolgreich ihre Disputation ab. Geprüft wurde sie unter dem Vorsitz von Frau Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg, M.A., von Herr Prof. Dr. Timo Hebeler und von Frau Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter. Die Dissertation von Frau Donner, die sie zu dem Thema "Die gesundheitliche Eignung als Zugangsvoraussetzung zum Beamtenverhältnis - Ein Auswahlkriterium fernab des Leistungsgrundsatzes gemäß Art. 33 Abs. 2 GG im Spannungsgefüge zwischen fehlenden Rechtsgrundlagen und Diskriminierung aufgrund der Behinderung" wird voraussichtlich 2018 erscheinen.

 

B4D5797F 483B 4811 9D6D 1ECE337C7149Prof. Dr. Timo Hebeler, Anna Donner, Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter, Prof. Dr. Antje von Ungern-Sternberg, M.A.


  • Labour & Personnel Economics in the greater Region
    Am 23. und 24. November 2017 fand das zweite Arbeitstreffen von Personal- und Arbeitsmarktökonomen aus den Universitäten der Großregion am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) in Trier statt. Forscherinnen und Forscher aus Kaiserslautern, Luxemburg, Nancy, Straßburg und Trier stellten ihre neuesten Untersuchungen vor. Dabei wurde eine ganze Reihe von wirtschaftspolitisch bedeutsamen Fragen angesprochen. Zwei Vorträge beschäftigten sich beispielsweise mit der staatlichen Förderung von frühkindlicher Erziehung. Audrey Bousselin zeigte, dass eine Verringerung der Kosten der Betreuung von Kleinkindern nur geringe Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit von Müttern in Luxemburg hatte. Bertrand Verheyden ging der Frage nach, in welchem Ausmaß Kindergartengebühren einkommensabhängig sein sollten. Die Antwort hängt entscheidend davon ab, ob zur Umverteilung von Einkommen von Reich zu Arm zusätzlich Steuern eingesetzt werden können oder diese Möglichkeit nicht besteht. Zwei weitere Beiträge widmeten sich der Ausgestaltung der Arbeitslosenversicherung. Zwar sinken die Arbeitslosenzahlen in Deutschland seit vielen Jahren kontinuierlich, aber in den meisten Mitgliedsstaaten der EU liegt die Arbeitslosenquote deutlich höher. Entsprechend stehen verbesserte Regeln zur Absicherung bei drohender Arbeitslosigkeit in vielen Ländern weit oben auf der politischen Agenda. Wafa Toubi analysierte eine französische Regelung, nach der Arbeitslose weiterhin einen Teilanspruch auf Arbeitslosengeld haben, wenn sie eine befristete Stelle übernehmen. Sie zeigte, dass dadurch Arbeitslose seltener nach einer dauerhaften Beschäftigung suchen. Thomas Mathä präsentierte eine Studie, in der untersucht wurde, welche Firmen Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen und welche institutionellen Eigenheiten die Nutzung befördern. So wird Kurzarbeitergeld insbesondere dann genutzt, wenn der gesetzliche Kündigungsschutz ausgeprägt ist. In weiteren Vorträgen wurden unter anderem die Wirkungen des Mindestlohnes und die Frage untersucht, durch welche Informationen an Beschäftigte sich deren Arbeitsmotivation und Produktivität beeinflussen lassen. Alle Vorträge auf der zweitägigen Konferenz wurden von den Teilnehmern intensiv diskutiert, so dass die Referentinnen und Referenten eine Vielzahl an Anregungen mit nach Hause nahmen. Um den grenzüberschreitenden Informationsaustausch und die Kooperation auszubauen, wird im kommenden Jahr erneut ein solcher Workshop, dann bereits der dritte dieser Art, unter dem Dach der Universitäten der Großregionen stattfinden. 

  • Arbeitsrechtliches Praktikerseminar in Trier

    Am 17.11.2017 fand IAAEU in Trier das diesjährige arbeitsrechtliche Praktikerseminar unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter statt. An der Veranstaltung nahmen um die 25 Arbeits- und Sozialrechtler aus ganz Deutschland teil. Eröffnet wurde das Seminar mit einem Vortrag von Dr. Thomas Klein zu der Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen auf dem Betriebsgelände des Arbeitgebers mit angeschlossener Diskussion. Dr. Hans-Jürgen Rupp warf Fragen zu Beweis- und Tatsachenverwertungsverboten im Arbeitsgerichtsprozess auf und präsentierte einen eigenen Lösungsansatz, welcher von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars kontrovers diskutiert wurde. Mit einem Vortrag zum Thema "Die Entwicklung einer europäischen Säule der sozialen Rechte" beendete Frau Prof. Dr. Dr. h. c. Monika Schlachter das Seminar.

P1020323 compressed

Die TeilnehmerInnen des Seminars im Max-Weber-Raum des IAAEU

 

 

 

Rückblick